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Jakob Nüesch, Kunstmaler

Würdigung durch den Kunsthistoriker

Die Kunst Jakob Nüeschs steht in der Tradition der Landschafts- und Genremalerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist stark geprägt von der Münchner Schule. Daneben lassen sich auch Einflüsse der Schule von Barbizon beobachten. Es sind häufig idyllische, vielfach auch topografisch zuzuordnende Landschaften, in denen sich Nüesch als Vertreter der "paysage intime" zeigt. Daneben kamen heitere Genrebilder, Schäferszenen mit Hirten und spielenden Kindern zur Ausführung. Weiter pflegte Nüesch auch die Porträtmalerei. Es sind meistens dunkeltonige, im akademischen Stil gehaltene Bilder, die den Maler als sorgfältigen Beobachter ausweisen.
Obwohl der Künstler nicht zu den grössten des Faches gehört, hat sich Nüesch mit seinen Werken, hauptsächlich den vor 1880 entstandenen, einen festen Platz in der st. gallischen Kunstgeschichte gesichert.

Dr. Daniel Studer

Quelle:
Ausstellungsbroschüre 1995